Mittwoch, 25. August 2010

WCS Kitzbühel+Sprint WM Lausanne:






Hallo Zusammen!

Nach dem WCS Rennen in London, wo ich nicht ganz gesund angetreten bin, haben wir erstmal wieder ordentlich trainiert. In den drei Wochen haben wir vorallem beim Laufen noch mehr gearbeitet und wieder einige Schritte vorwärts gemacht. Coach Darren ist sehr vorsichtig und nach jedem Rennblock kann ich wieder etwas drauf packen.
Nach Kitzbühel bin ich dann noch etwas müde vom Training angereist, aber mit großer Motivation ein tolles Rennen zu zeigen.
Das Schwimmen ist wieder ganz gut verlaufen, wie schon in der ganzen Saison und am Rad habe ich mich stark gefühlt. Der neue Kurs könnte zwar noch härter sein für meinen Geschmack, aber der Tunnel mit der scharfen Kurve und das Kopfsteinpflaster sortieren schon einige Athleten aus.
Kurz vor dem Wechsel war ich dann in einer großartigen Position um ganze vorne raus zu laufen, allerdings ist mir ein Missgeschick passiert und ich bin völlig an meinem Wechselplatz vorbeigelaufen.
Somit habe ich dann den Lauf von ganz hinten mit Rückstand begonnen, was bei der Dichte im WCS Feld nicht gut ist. Der Lauf war dann solide und technisch gut, aber die Top 20 Gruppe ist immer im gleichen Abstand vor mir hergelaufen. Letztendlich wurde es trotz guter Leistung ein 30igster Platz, der mich nicht zufrieden gestellt hat!
Vielen Dank an alle die extra aus meinem Heimatort angereist sind und an alle anderen die mich so lautstark angefeuert haben!!!:)

Nach dem Kitzbühel Rennen war dann etwas Regeneration und leichtes Training angesagt, bevor wir fünf Tage später nach Lausanne zur Sprint Weltmeisterschaft angereist sind.
Das neue Format gefällt mir und ein ein schnelles Rennen ist auf der halben Distanz garantiert! Im Schwimmen ist es dann wieder gut gelaufen und ich hatte keine Mühe in die Hauptgruppe zu kommen. Am Rad war ich dann sehr aufmerksam und hatte keine Mühe mich in den Top 10 zu halten. Meine Beine waren sogar so gut, dass ich am letzten Berg attackiert habe. Doch Brownlee und Croes haben das Feld wieder herangezogen und wir haben uns gemeinsam in die schnelle Abfahrt (85km/h) zur Wechselzone gestürzt. Ich konnte als achter Wechseln und bin dosiert angelaufen. Nach der ersten Runde war ich noch auf zwölf, doch sechshundert Meter vor dem Ziel konnte ich mich schon auf Platz neun nach vorne schieben und habe Jarrod Shoemaker vor mir gesehen.
Zu meiner Überraschung wurde ich dann von einem Kampfrichter gestoppt, weil mein Helm angeblich zu weit von meiner Wechselbox weggelegen hat.
Das bedeutet 15sec Penalty, aus der schnell etwa 25sec wurden, weil ich die Penaltybox nicht gleich gesehen habe und der Kampfrichter die Uhr sehr spät startete. Das war sehr ärgerlich und ich konnte nach absitzen der Strafe nur noch auf den letzten 400 Metern alles geben. Somit wurde aus einer sicher geglaubten Top 10 Platzierung ein 16ender Rang! Das Ergebnis ist nicht schlecht, aber spiegelt meine Leistung in keinem Fall wieder, die ich an diesem Tag gezeigt habe.

Aber ich habe wieder dazu gelernt und bereite mich nun konzentriert auf das WM Finale in Budapest vor!

Lausanne Pics:

Der Start aus der Penaltybox für die letzten 400m!



LG aus Davos
Andi

PS: Danke für einen Teil der Kitz Bilder an Gerald Horvarth

Donnerstag, 22. Juli 2010

Hamburg ist Vergangenheit, jetzt kommt London!


Hallo Zusammen!

Am letzten Wochenende war ich beim WCS Rennen in Hamburg am Start. Das Training in Davos ist sehr gut gegangen und wie berichtet haben wir zum ersten mal mit etwas mehr Lauftraining begonnen, was sich gleich in viel schnellere Laufzeiten niedergeschlagen hat.
Ich bin also recht zuversichtlich und mit einem guten Gefühl nach Hamburg gereist. Für mich ist die Umstellung von der Höhe auf Meeresluft immer etwas schwierig und so sind wir kurzfristig angereist und mit mehr Augenmerk auf London. Nach dem guten Training der letzten Wochen und der guten Entwicklung, war mein Ziel das Gezeigte im Rennen umzusetzen. Platzierungen nehmen wir uns heuer keine vor, weil für meinen Coach Darren Smith und für mich, das heurige Jahr noch ein Entwicklungsjahr ist und wir noch nicht mal ein Jahr gemeinsam trainieren.
Allerdings wenn man realistisch ist, dann würde ich sagen die Top 20 sind im Moment möglich, wenn alles passt!

Das Rennen war dann auf den ersten 400 Schwimmmetern sehr hektisch und ich habe dort schon durch viele Gefechte eine gute Position im Schwimmen verspielt.
In der zweiten Runde habe ich dannn fast nichts mehr verloren und bin mit etwas mehr als 30sec aus dem Wasser.
Am Rad habe ich dann keine andere Option gehabt, als Alles zu geben um mich wieder zurück ins Rennen zu bringen.
Bis auf Simon Whitfield und einem weiteren Athleten sind allerdings die meisten nur an unserem Hinterrad gewesen und haben sich geschont, was sehr ärgerlich ist.
In der vorletzten Runde konnten wir dann aufschließen und ich habe bereits sehr viel Energie verschoßen gehabt, was mir allerdings keine Sorgen bereitet hat, da wir sehr hart trainieren und ich auch mit müden Beinen noch laufen kann.
Nachdem ich dann als erster der Hauptgruppe (hinter den zwei Führenden) vom Rad gestiegen bin, war ich wohl etwas zu sehr gepusht von den tausenden Zusehern und ich bin am ersten Kilometer sogar ein zehn Meter Loch zu Frodeno zugelaufen, nicht sehr schlau:)
Wer zu schnell beginnt, bezahlt das später im Rennen, das ist ganz einfach in unserem Sport. Nach zwei Kilometern war ich immer noch Top 10, aber meine Beine waren nicht mehr Top 10. Also gabs nur eins, fighten bis zum Ende und konzentriert bleiben.
Man muss sich das so vorstellen, du willst dich nach zwei Kilometern in die Ecke sitzen, aber es sind noch acht Kilometer zu laufen;)!
Ich konnte dann bis einen Kilometer vor dam Ziel die Top 20 halten, aber dann war mir schon etwas schwindlig und die letzten 500m bin ich vom Gefühl her rückwärts gelaufen!
Platz 24 - im Ziel hatte ich dann starke Probleme und musste versort werden. Das schnelle Angangstempo war mir eine Lehre und hat mir einige Plätze gekostet. Ich werde nun am kommenden Wochenende beim WCS in London versuchen ein besseres Pacing zu machen und hoffe das ich mich noch so halbwegs regenerieren kann. Hamburg hat viel Kraft gekostet, aber ich freue mich schon auf meine nächste Chance in der Olympiastadt von 2012!!!:)

Viele Grüße,
Andi

Sonntag, 4. Juli 2010

Update Davos Training + Sempachersee Triathlon!


Hallo Zusammen!

Heute war ich beim Sempachersee Triathlon in Notwill am Start. Das Rennen war gleichzeitig der Abschluß meines bisher mit Abstand intensivsten und umfangreichsten Trainingsblock, den ich je gemacht habe.
Wir haben sehr viele Fortschritt erzielt ud ich bin mehr als glücklich wie alles läuft! Ich hätte mir nie gedacht, dass mein Körper soviel aushält, aber mit extrem viel Schlaf, gesunder Ernährung und einem Toptrainer wie Darren, der meinen Zustand immer perfekt einschätzt, ist viel möglich! Dabei sind wir genau dem Motto unserer Trainingtsgruppe gefolgt: "Es gibt keine Wundertrainings, sondern nur harte Arbeit mit viel Technik und Skills!"
Vorallem die veragngene Woche hatte es in sich und ich habe bis gestern extrem viel und hart trainiert. Darren wollte nun nochmal schaun wie ich mit extremer Müdigkeit laufen kann und so hat er mir vor ein paar Tagen mitgeteilt, dass ich beim Sempachersee Triathlon angemeldet bin, welches ein Rennen ohne Windschattenfahren ist.
Heute bin ich dann mit meiner Team Kollegin Sarah Groff um vier Uhr morgens, völlig zerstört:)aufgebrochen, um wenige Stunden später an der Startlinie zu stehen.
Für Aufwärmen war keine Zeit mehr und so war das Schwimmen praktisch mein Warm up, bevor es dann aufs Bike ging, wo mich der Schweizer Ronnie Schildknecht nach knapp zehn Kilometer eingeholt hat. Leider war meine Schaltung etwas "angeschlagen" und so hatte ich nur die leichten Gänge zur Auswahl. Auf den langen Abfahrten verlor ich somit immer viel Zeit, was etwas deprimierend war und ich vermisste mein Focus Zeitfahrrad! Vorallem ist Ronnie kein Unbekannter und er ist nicht umsonst 2008 auf Hawaii vierter geworden und hat dreimal den Ironman Switzerland gewonnen.
Aber das Rennen war ja Training und so lief ich dann so hart und so schnell, wie mich meine Beine, nach einem harten Radfahren, eben noch trugen.
Ich war mit dem Lauf zufrieden und es hat richtig Spass gemacht mit den Age Groupern! Eine schöne Art sich Tempohärte zu holen und vorallem erstaunlich was ein völlig ausgelaugter Körper noch im Stande ist zu leisten.
Noch etwas weniger als zwei Wochen bis zum WCS in Hamburg, ich freue mich darauf!!!!!

Resultat:
1. Ronnie Schildknecht (Thalwil) 2:00:41,6.
2. Andreas Giglmayr (Ö) 1:30,1 Minuten zurück.
3. Manuel Küng (Bütschwil) 3:38,6.

Bilder vom Training, bzw. Rennen folgen in Kürze!

LG aus Davos
Andi